Vom Verkleiden
Weite Teile unserer Republik feiert zur Zeit wieder den rituelle Brauch, der sich Karneval oder Fasnacht, hier im Badischen Fasnet nennt.
Wichtige Ritual Bestandteile sind unter anderem eine ausgelassene Fröhlichkeit, das sich Verkleiden und schlüpfen in andere Rollen, sowie ein erhöhter Alkoholkonsum. Auch das Absingen und Halten sinnfreier Lieder und Reden wäre noch zu nennen.
Alles Dinge die ich auch gerne tue. Trotzdem bin ich eher Karnevals fern, einfach deshalb, weil die Liebe zu diesem Brauch den Kindern meiner Heimat nicht in die Wiege gelegt wird.
So verkleide ich mich liebend gerne, im Grunde bin ich das ganze Jahr hindurch verkleidet und nur meine Frau und mein Arzt wissen, wie ich eigentlich aussehe.
Eine häufig von mir getragenen Verkleidung ist z.B. die des Radrennfahrers.
Und es fehlen nur noch ein paar Grädchen und man kann mir wieder häufiger in dieser Maskerade, froh gelaunt ein Lied auf den Lippen und nach etlichen Dutzend Kilometer, das wohlverdiente Weizenbier schlürfend begegnen.
Ah, es beginnt zu jucken... da weiß ich für kommende Jahre eine prima Lösung: Querfeldeinrad, für die Ganzjahresverkleidung. Statt Bier tut's dann auch mal Glühwein.
Da muss ich wohl mal die Augen aufhalten, ob sich was in diese Richtung findet.
Wäre schon nicht schlecht, weil in den wohnnahen Radgebieten sich
Straußen befinden, die just in den Wintermonaten geöffnet haben.
Ich verkleide mich ja auch gerne als Jogger, das Problem hierbei: So ein Weizenbier macht da hinter her gar keinen Spass, da will ich immer nur Wasser. So eine Radrennfahrerverkleidung ist wohl untrennbar mit dem Genuss von Weizenbier verbunden, kann man auch jeden Monat beim
"Brägel" lesen.
Im Winter 2010/2011 war es hier von November bis Anfang März richtig kalt und es lag monatelang Schnee. Das kann jedes Jahr wieder so kommen, aber nun bin ich mit dem Crosser ja gewappnet. Ich will mich ja nicht dauernd wiederholen, aber der war Gold wert für mich. Vom Spaßfaktor her waren die Crossveranstaltungen klar vorne.
Welche Rahmengröße würdest Du denn fahren? Gibt es Vorlieben? Vintage? Neu? Nur für den Fall, dass mir zufällig was über den Weg läuft.
Hier könnten morgen + 5 Grad drin sein, sollte es trocken bleiben, hält es mich nicht länger in der Bude. Über die so genannten tollen Tage haben wir viel Besuch, da werde ich nicht viel Gelegenheit haben, aber morgen muss einfach was passieren, sonst dreh ich am Rad, buchstäblich. ;-)
Hier soll es ähnlich warm werden, aber regnen. Wird also eine Schlammschlacht am Sonntag. Zumindest brauche ich die Spikes nicht.
Am Rad drehen tu ich auch langsam, aber zum WE soll es auch hier unten wärmer sein, und wenn meine vermaledeite Erkältung es zu lässt, werde ich dann endlich mal den orangenen Renner einreiten.
Schlammschlacht. Da fällt mir die WM ein, bei der Mike Kluge als ausgewiesener Fahrtechniker chancenlos war. Die Strecke war derart matschig, dass die Jungs ihr Rad zu 90% tragen mussten. Der Kluge war total sauer und sprach von einer riesen Schweinerei, auch weil er glaubte der Parcours wäre mit Absicht so gewählt worden, um ihn von vorn herein um die Möglichkeit des Sieges zu bringen.
Jetzt fragt mich bitte nicht in welchem Jahr das war.
Mon dieu, am Ende hat es gar ...
geregnet... so was aber auch, dass es beim Querfeldein matschig werden kann...
Die modernen Crosser lassen sich übrigens etwas "bequemer" schultern, die haben ein unten abgeflachtes Oberrohr, oder, wie die Colnagos von Seriensieger Sven Nys oder dem aktuellen Weltmeister Niels Albert, einen zusätzlichen Bogen zwischen Oberrohr und Sitzrohr. Leider außerhalb meiner Preisklasse, sonst würde ich meinen Radbestand radikal auf ein einziges Rad, zwei Laufradsätze und zwei Vorbauten begrenzen.
Colnago Prestige Crosser
Wenn so ein Rennen zur reinen Laufveranstaltung verkommt, kann ich den Ärger schon verstehen.
Den Radbestand auf nur noch einen Renner zu reduzieren ist vernünftig, aber wollen wir das wirklich sein?
Die Stimme der Vernunft ist bei mir schnell übertönt. Ab und an erhebt sie sich mahnend, aber Entscheidungen treffe ich aus dem Bauch heraus. Wie das dann ausschaut, kann man sich vorstellen bzw. war ja schon mitansehen.
Gerade eben habe ich mit dem Kollegen ritzelconnection entspannte 60 Plauderkilometer abgespult und wir haben unter anderem die Vorzüge von Titanrahmen erörtert. Es ist schrecklich...
... vor allem, wenn man solche Warnungen bedenkt: Was wir heute in den Konsum stecken, fehlt uns morgen in der Altersversorgung. Das klingt gar nicht sexy, also schnell weg mit dem Gedanken...
Oh Titan! Ist ja Mausis großer Traum, was für ewig um damit in den Sarg zu fahren....
War auch on the Road, 50 Km. Jungfernfahrt, Bericht folgt.
@jotwede: Das war auch heute mein Pensum. Fast 10 Grad warm, das war recht angenehm, mal wieder ohne Sturmhaube zu fahren.
Mit meinem vergleichsweise bescheidenen Fuhrpark von drei nicht übermäßig tollen Rädern bin ich über Anflüge von weiteren Begehrlichkeiten zwar nicht völlig erhaben, aber objektiv gesehen ist da eigentlich keine nennenswerte Lücke, die gestopft werden müsste. In den Dreck, wo ein Crosser unumgänglich wäre, zieht es mich ja nicht.
Das war heute wohl der Tag. Der musste einfach genutzt werden. Es waren viele mit ihren Rennern unterwegs.
Für morgen sind die Aussichten ja eher bescheiden.
jotwede, soll ich dir mal nen neuen Titanrahmen in 48 cm Rahmengröße für 600.- EUR zeigen? Komfortabelster Langstreckenroller:
http://www.planet-x-bikes.co.uk/i/q/FRVAPIRH/van_nicholas_pioneer_rohloff_frame
@mark793,
objektiv gibt es keine Gründe für weitere Räder. Das sind Spinnereien bei mir. Ich habe mich darauf eingependelt, dass die Anzahl nicht mehr erhöht werden soll, allenfalls, wenn mir unverhofft etwas über den Weg läuft, ein Rahmentausch in Frage kommt. Und auch das nur, wenn der Preis überschaubar ist, also wie bisher maximal im nicht zu hohen dreistelligen Bereich liegt.
Morgen auch hier Regen. Es wird also schlammig, nix für Kluge.
Mir gehts da wie Ihnen: Ich kann mit dem ganzen Fasnetszeugs nicht sonderlich viel anfangen. Ich habe allerdings auch das Glück, an einem Ort zu sein, der auch nix damit anfangen kann. Will heißen: Ich kriege so gut wie nix davon mit.
Ich als Kind des Rheins bin mit der Fassenacht aufgewachsen, das ließ sich gar nicht vermeiden. Interessant sind die Persönlichkeitsspaltungen, die man, im einen Jahr so im anderen anders, vollziehen kann: Von kompletter Ausblendung bis mittendrin kann tatsächlich funktionieren. Altweiberfassenacht in Mainz zum Beispiel ist eine turbulente Sache, wenn man von Kneipe zu Kneipe zieht...
Ich habe einst ein Jahr in Köln gelebt. Karneval ist dort einfach überall, egal wo man hinkommt, man kann sich dem überhaupt nicht entziehen. Bin dann auch richtig eingestiegen, will heißen von Altweiber bis Rosenmontag war Dauerparty. Der dortige Straßen- oder Kneipenkarneval hat mit dem offiziellen Karnevalsgetue auch rein gar nix zu tun, die Menschen feiern einfach ausgelassen und machen eine Riesensause.
Anders hier. Die hiesigen
Fasnetsbräuche mit den
Hästrägern, Hemdglunkern, Masken und
Larven ist mir absolut befremdlich. Auch der Straßenkarneval ist hier nicht so ausgeprägt. So bekomme ich in meiner beschaulichen Vorstadt wenig von dem Treiben mit und verspüre keine Neigung mich in die Innenstadt oder auf irgendwelche Umzüge zu begeben.
Edit: Jetzt muss ich doch mal nachfragen, herr gorillaschnitzel Sie sind doch im Schwäbischen, und keine Fasnet dort?